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11.02.2010 19:36
| Geldstrafen für türkische Genozid-Leugner
Das Obergericht bestätigte am Dienstag in der Berufungsverhandlung die Schuldsprüche wegen Rassismus des Bezirksgerichts Winterthur vom Oktober 2008 ebenso wie die damaligen Strafen. Am härtesten bestraft wird wie im erstinstanzlichen Urteil Ali Mercan, der 59-jährige Europavertreter der türkischen „Arbeiterpartei“. Er hatte die diskriminierende Rede an einer öffentlichen Veranstaltung in einem Hotel gehalten. Mercan wird mit einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen à 30 Franken bestraft, wobei die Hälfte davon zur Bewährung ausgesetzt wird. Die Probezeit beträgt drei Jahre.
Seine beiden Landsleute, welche die Veranstaltung organisiert hatten, ein 43-jähriger Lebensmittelhändler aus Zürich und ein 53-jähriger Bodenleger aus dem Kanton Bern, müssen wegen Gehilfenschaft zur Rassendiskriminierung jeweils 120 Tagessätze zu je 30 Franken bezahlen. Auch bei ihnen ist die Hälfte davon zur Bewährung ausgesetzt, ebenfalls bei einer Probezeit von drei Jahren. Ob die Nationalisten das Urteil weiterziehen ist noch unklar. Zuerst wolle man die schriftliche Begründung abwarten, sagte ihr Anwalt auf Anfrage.
Internationaler Konsens
Er hatte am Dienstag vergeblich argumentiert, dass man seinen Mandanten keine rassistischen Motive nachweisen könne. Das Gericht hatte dafür aber wenig Gehör. Es bestehe ein internationaler Konsens darüber, dass die Osmanen 1915 eine Völkermord an den Armeniern begangen hätten. Die drei Angeklagten bezeichnete das Gericht als «Überzeugungstäter», die jederzeit zu ähnlichen Aussagen bereit seien. Tatsächlich hatten sie denn auch in Befragungen ausgesagt, «jederzeit» wieder einen solchen Anlass zu organisieren oder im Rahmen einer solchen Veranstaltung die Aussage zu wiederholen.
Anhänger von Nationalist Dogu Perinçek
Die Angeklagten waren im Juli 2007 in Winterthur verhaftet worden. An einer öffentlichen Veranstaltung in einem Hotel hatte Mercan den Genozid an den Armeniern durch das Osmanische Reich als «internationale und historische Lüge» bezeichnet. Die drei Verurteilten sind Anhänger von Dogu Perinçek, dem Vorsitzender der türkischen Arbeiterpartei. Ursprünglich war dieser als Redner für den Anlass in Winterthur angekündigt, erhielt dann aber kein Visum für die Schweiz. Perinçek wurde vom Bundesgericht für ähnliche Aussagen zu einer bedingten Geldstrafe und einer Busse verurteilt. Das Urteil sorgte für Spannungen zwischen der Schweiz und der
Türkei. (vin/sda/ddp)Erstellt: 09.02.2010, 18:51 Uhr
Trois nationalistes turcs négationnistes condamnés en 2e instance
Trois nationalistes turcs ont été condamnés à Zurich à des peines pécunières pour discrimination raciale. Ils avaient qualifié le génocide arménien de "mensonge international". La Cour suprême du canton a confimé en appel le verdict prononcé en 2008 par le Tribunal de district de Winterthour. Ali Mercan, 58 ans, représentant en Europe du Parti des travailleurs turcs, écope d'une peine pécunière de 150 jours-amende à 30 francs, soit 4500 francs. Il avait nié le génocide lors d'une manifestation publique en juin 2007 à Winterthour.
Les deux Turcs organisateurs de la manifestation sont condamnés pour complicité de discrimination raciale. Leur peine pécunière s'élève pour chacun à 120 jours-amende à 30 francs, soit 3600 francs. Pendant le procès de première instance, les trois prévenus avaient déclaré qu'ils étaient prêts "à tout moment" à organiser une nouvelle manifestation et à répéter leurs propos.
Les trois condamnés sont des compagnons politiques de Dogu Perincek, sanctionné en 2007 par le Tribunal fédéral pour la même raison. Président du Parti des travailleurs, ce dernier était également invité à la réunion de Winterthour mais il n'avait pas obtenu de visa pour s'y rendre. (ats / 09 février 2010 19:05)
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