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Berlin, 1. März 2010: Bewertung „tragischer Ereignisse von 1915“ obliege „unabhängigen Historikern“ und türkisch-armenischer Regierungskommission: Auswärtiges Amt antwortet auf die Kleine Anfrage der „Linksfraktion“

01.03.2010 21:27

Auf die Kleine Anfrage der Linksfraktion vom 10. Februar 2010 hat das Auswärtige Amt der Bundesrepublik anscheinend ausweichend und widersprüchlich geantwortet.

Denn auch 95 Jahre post factum traut sich die Bundesregierung keine juristische Qualifikation der an den Armeniern, Aramäern/Assyrern und Griechen im Osmanischen Reich begangenen Verbrechen zu. Das Amt verweist auf erst noch zu hörende „unabhängige Historiker“ und gleichzeitig auf eine noch nicht existente armenisch-türkische Regierungskommission entsprechend den ebenfalls noch nicht ratifizierten armenisch-türkischen „Protokollen“.

Verwirrt fragt sich der Bürger, ob die bisherigen Ergebnisse der internationalen Genozidforschung nach Ansicht des deutschen Auswärtigen Amtes nicht als „unabhängig“ zu beurteilen sind.

Da bislang nur Medienberichterstattung zu diesem skandalösen Wegknicken des deutschen Außenministeriums vorhanden ist, warten wir auf die Veröffentlichung der Antwort im Volltext, bevor wir ihn umfassend kommentieren.

Mehr: http://www.tagesspiegel.de/politik/Armenien-Tuerkei;art771,3044566

Die russische Veröffentlichung des AGA Briefes
 
Download:

AGA_Brief_AA_Kleine Anfrage_13032010.pdf  ( 73 kb)
 

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