|
|
|
Seit Beginn der Deportation und vor allem in der Küstenregion am Schwarzen Meer wurden Armenier vor die Wahl gestellt, entweder zum Islam überzutreten oder deportiert zu werden. Die von der muslimischen Bevölkerung verschleppten armenischen Frauen und Kinder, ebenso die in den staatlichen Waisenhäusern gesammelten armenischen Waisen traf ohnehin dieses Schicksal.
Islamisierung bedeutete seit den Zeiten Sultan Abdülhamits II. Türkisierung und Entfremdung von allen Werten, mit denen christliche Armenier aufwachsen. 1916 entsandte der türkische Kriegsflottenminister und Befehlshaber der 4. Osmanischen Armee, Ahmet Cemal, die Inspektorin der Stiftung für Mädchenschulen Halide Edib (1883/4/5-1964) nach Syrien, um im Deportationsgebiet Waisenheime und Schulen zu gründen.
Als eine der geistigen Wegbereiterinnen des türkischen Nationalismus und gläubige Muslimin setzte sich Schriftstellerin, Frauenrechtlerin und Pädagogin persönlich für die religiöse und kulturelle Assimilation armenischer Mädchen in staatlichen Heimen ein, aus denen die Mädchen in muslimische Haushalte vermittelt bzw. zwangsverheiratet wurden.
Andere Kinder wurden von Angehörigen muslimischer Völker verschleppt und zwangsbekehrt. Die meisten mussten ihren Besitzern als Sklaven dienen. Viele wurden sexuell missbraucht. Dr. Johannes Lepsius, der deutsche Dokumentar des Genozids, schätzte 1919, dass bis zu 300.000 Armenier zwangsislamisiert wurden.
Die hier gezeigten Bilddokumente wurden vom Informations- und Dokumentationszentrum Armenien (Berlin) zur Verfügung gestellt und sind urheberrechtlich geschützt.
Sie dürfen deshalb nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Informations- und Dokumentationszentrums (IDZA) reproduziert werden, wobei auf das IDZA als Urheber hinzuweisen ist.
Klicken Sie auf die Bilddokumente, um sie zu vergrößern!
|
Zwangsislamisierten Waisenmädchen Nr. 91 |
| |
Weitere Kategorien:
|
|
|
| |
Aktuelles:
|
|
|
Bern, Berlin, 5. März 2010: "Die Wahrheit triumphiert über die Leugnung" - Gemeinsame Medienmitteilu... mehr...
|
|
|
Berlin, 1. März 2010: Bewertung „tragischer Ereignisse von 1915“ obliege „unabhängigen Historikern“ ... mehr...
|
|
|
Ankara, Januar 2010: Gerichtlicher Erfolg – menschliche Verluste mehr...
|
|
|