Berlin, 24. und 26. Oktober 2021:
Berlin schreibt Rechtsgeschichte: Vom Attentat zur Völkermordkonvention der Vereinten Nationen

13.09.2021 00:00










Mit mehreren Veranstaltungen erinnert die Arbeitsgruppe Anerkennung – Gegen Genozid, für Völkerverständigung e.V. an das Attentat auf den ehemaligen osmanischen Innenminister und Regierungschef Mehmet Talat (15. März 1921) sowie den Strafprozess gegen Soghomon Tehlirian (2./3. Juni 1921). Beide Ereignisse regten Raphael Lemkin zu einem internationalen Vertragswerk an, das von den Vereinten Nationen am 9. Dezember 1948 als Konvention zur Verhütung und Bestrafung des Verbrechens des Völkermords verabschiedet wurde.

Programm

Sonntag, 24. Oktober 2021, ab 11:00 Uhr

Stadthistorische Führung „Tatort Hardenbergstraße“

Tessa Hofmann und Doğan Akhanlı führen nach einem Einführungsvortrag in der Landeszentrale für Politische Bildung Berlin (Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin-Charlottenburg) zum Tatort des Attentats vom 15. März 1921 in der Hardenbergstraße. Von dort geht es mit dem Bus (ÖPNV) zum Spandauer Damm/Fürstenbrunner Weg, wo auf dem Luisenfriedhof III die Ökumenische Gedenkstätte für Genozidopfer im Osmanischen Reich besucht wird.

Treffpunkt: Besuchszentrum der Landeszentrale für Politische Bildung Berlin, Hardenbergstr. 22-24, 10623 Berlin


Dienstag, 26. Oktober 2021, ab 17:00 Uhr

Vortrag (Prof. h.c. Dr. Tessa Hofmann): Vom Attentat zur UN-Genozidkonvention: Der Berliner Strafprozess gegen Soghomon Tehlirian und Raphael Lemkins völkerrechtliche Konsequenzen

Grußwort (Dr. Gerayer Koutcharian): Warum Armenier in der Hardenbergstraße gedenken

Erinnerung an eine Zeugin:
Christine Terzibaschian

Grußwort von ihrem Sohn Armen Terzibaschian

Christine Terzibaschian aus der osmanischen Provinz Erzurum wurde im Juni 1915 mit ihrer Familie deportiert. Im Berliner Strafverfahren gegen Soghomon Tehlerian sagte sie sechs Jahre später als Zeugin der Verteidigung aus. Die Schauspielerin Bea Kerbekian Ehlers verliest die damalige Aussage. Christine Terzibaschian aus der osmanischen Provinz Erzurum wurde im Juni 1915 mit ihrer Familie deportiert. Im Berliner Strafverfahren gegen Soghomon Tehlerian sagte sie sechs Jahre später als Zeugin der Verteidigung aus. Die Schauspielerin Bea Kerbekian Ehlers verliest die damalige Aussage.

Pause

Lesung (30 Min.)


Bea Kerbekian Ehlers liest aus dem Roman Madonnas letzter Traum (2019) des Schriftstellers und Menschenrechtlers Doğan Akhanlı sowie aus seinem Monodrama Annes Schweigen (2006). Der Autor ist anwesend.

Ort: Besuchszentrum der Landeszentrale für Politische Bildung Berlin, Hardenbergstraße 22-24, 10623 Berlin

Teilnahme:
Die Veranstaltungen erfolgen nach der 2G-Regel (für Genesene und Geimpfte); entsprechende Bescheinigungen sind beim Einlass in die Landeszentrale für Politische Bildung Berlin vorzuweisen. Außerdem gilt während der Veranstaltungen im geschlossenen Raum eine Maskenpflicht.
Download:
Berlin schreibt Rechtsgeschichte: Vom Attentat zur Völkermordkonvention der Vereinten Nationen  (  303 Kb)

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