Die Interdisziplinäre Konferenz „Der Genozid an den Griechen im Osmanischen Reich: Wissenschaftliche Erkenntnisse und Kontinuitäten“ findet am Freitag, den 22. Mai 2026 ab 17:00 Uhr in Berlin-Mitte statt.

Die Konferenz richtet sich an die breite Öffentlichkeit und insbesondere an Vertreter der Wissenschaft, der Zivilgesellschaft und der Politik.

Der Veranstaltungsort wird erst nach persönlicher Anmeldung über diesen Link bekannt gegeben:

Anmeldung: https://forms.gle/zskqQQ4zqXKrkufr7

Ziel der Konferenz ist es, aktuelle wissenschaftliche Forschungsstände zum Genozid an den Griechen im Osmanischen Reich sowie zu dessen historischen, soziopolitischen und psychosozialen Kontinuitäten vorzustellen und interdisziplinär zu diskutieren. Zugleich soll ein Raum für kritische Reflexion über gegenwärtige Formen der Genozidleugnung und -ideologien eröffnet werden.

Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf gegenwärtigen gesellschaftlichen Dynamiken im Kontext des türkischen Nationalismus sowie der organisierten Gewalt gegen Griechen. Ausgangspunkt bildet unter anderem das Herausgeberwerk „Doppelt unsichtbar: Innermigrantischer Rassismus und die organisierte türkische Rechte“  (https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/wp-content/uploads/2024/05/Doppelt_unsichtbar_web.pdf), das aktuelle Erscheinungsformen autoritärer, nationalistischer und rassistischer Strukturen im migrantischen Kontext analysiert.

Im Rahmen der Konferenz referieren die international renommierten Genozidforscher*innen Prof. h.c. Dr. Tessa Hofmann, Dr. Theodosios Kyriakidis und Dr. Vasileios Meichanetsidis aus den Fachbereichen Soziologie, Geschichtswissenschaft und Rechtswissenschaft. Darüber hinaus sprechen die Politikwissenschaftlerin und Ideengeberin des genannten Herausgeberwerks, Dr. Dastan Jasim, sowie der Psychotherapeut, Sozialpädagoge und Forscher Dr. Dimitrios Kalaitzidis. Die Beiträge der Referierenden eröffnen interdisziplinäre Perspektiven auf historische Gewaltprozesse, Erinnerungskultur, Mechanismen der Leugnung sowie deren gesellschaftliche und politische Nachwirkungen bis in die Gegenwart.

Programm: Konferenzprogramm_Genozid an den Griechen_22.05.2026