Die Arbeitsgruppe Anerkennung – Gegen Genozid, für Völkerverständigung e.V. (AGA) beteiligt sich an dem Aktionstag mit einem eigenen Stand (ab 12:00 Uhr) und einem Redebeitrag (13:20 Uhr).

Gemeinsamer Aufruf der Veranstalter und teilnehmenden Organisationen:

Gerne reden Politikerinnen und Politiker von der Vielfalt Berlins. Aber eine Vielfalt, die keine Inszenierung für Touristen ist, braucht Respekt statt Nationalismus, Offenheit statt gesellschaftlicher Ungleichheit. Demokratische Vielfalt ist nicht beliebig. Sie schließt Rassismus und Unterdrückung aus. Solidarität mit den Opfern von Rassismus, Diskriminierung und Ausbeutung ist ihre Grundlage. Diese Grundlage müssen wir selbst praktisch gestalten – keine Partei und keine Verwaltung wird uns das abnehmen. Jede und jeder von uns hat ein Stück Verantwortung.

Die Ablehnung von Rassismus und Intoleranz ist leider nicht selbstverständlich. Wohin menschenverachtende Ideologien und Einstellungen führen können, zeigte hierzulande der Fall der „NSU“. Nachdem deutsche Polizeibehörden im November 2011 die Existenz dieser rechtsextremistischen Terrorgruppe entdeckten, waren sie überrascht – und die Öffentlichkeit erschrocken. Auch nach dem Staatsakt vom 23. Februar gibt es mehr offene Fragen zum Verhalten von Verfassungsschutz und Polizei als Antworten.

Wir dürfen die staatlichen Behörden nicht aus ihrer Verantwortung entlassen. Wir dürfen aber auch nicht die Illusion haben, die Bekämpfung von Rassismus und Intoleranz könnte staatlichen Behörden überlassen werden. Oft sind auch Behörden Teil des Problems.

Der arabische Frühling wie der Herbst 1989 zeigen: Demokratie kann sich nur dort durchsetzen, wo Menschen aktiv für ihre Menschenrechte und die aller anderen eintreten. Das gilt nicht nur in Umbruchzeiten, sondern auch im Alltag, in der Wirtschaft genauso wie in der Politik und im Privatleben. Menschenrechte sind kein Privileg, das man sich verdienen muss. Sie sind eine Voraussetzung für ein gleichberechtigtes Zusammenleben und die friedliche Lösung von Konflikten.

Deshalb laden wir ein zu einem

Aktionstag gegen Rassismus und Intoleranz
am 5. Mai 2012
ab 12 Uhr
am Brandenburger Tor

++ Programm:

Auf dieser Veranstaltung vor dem Brandenburger Tor (Platz des 18. März) soll nach jetzigem Stand der Dinge folgendes dreiteiliges Veranstaltungskonzept durchgeführt werden:

– ab 12:00 stellen sich antirassistische Projekte und Vereine der verschiedenen Communitys in Berlin an den Infoständen und auf der Bühne vor, Bühnenprogramm wird durch verschiedene kulturelle Darbietungen aufgelockert

– zwischen 16:00 und 18:00 findet die eigentliche Kundgebung statt,

– ab 19:00 wird dann ein zeitgemäßes „Rock gegen Rechts“ stattfinden.

++ Es laden ein:

Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte, Creative Lobby of Future – CLoF e. V., ver.di Berlin-Brandenburg & ver.di Jugend, Amadeu-Antonio-Stiftung, Amnesty International Berlin-Brandenburg,AStA der HWR, Türkische Gemeinde in Deutschland, Young Voice TGD, Landesschülerausschuss, Stark ohne Gewalt, EVG, Friedrich-Ebert-Stiftung, Türkiyemspor, Arbeitsgruppe Anerkennung – Gegen Genozid, für Völkerverständigung e.V.

Die vollständige Unterstützerliste wird auf http://www.hausderdemokratie.de regelmäßig aktualisiert!

Downloads:

Berlin-Mitte, 05. Mai 2012: Aktionstag gegen Rassismus und Intoleranz