Das Lepsiushaus Potsdam, die Arbeitsgruppe Anerkennung – Gegen Genozid, für Völkerverständigung (AGA) e.V. und die Vereinigung Aktivisten gegen Rassismus, Nationalismus und Diskriminierung e.V. (AKEBI) veranstalten die Fortsetzung der Veranstaltung „Genozid und Leugnung“ (Berlin, Januar 2022). Diesmal stehen juristische und psychologische Aspekte im Mittelpunkt.

In seinem 2020 erschienenen Krimi-Roman Das Armenische Tor begibt sich der Anwalt und Notar Schlüter erneut ermittelnd auf Orientreise, die ihn diesmal nach Täbris führt. Dabei liegt der Fokus auf der armenisch-aserbaidschanischen Konfliktgeschichte im Südkaukasus und in der iranischen Provinz Aserbaidschan. Die wiederholten Versuche Aserbaidschans, das armenische Siedlungsgebiet Berg-Karabach unter seine Kontrolle zu bringen, und Aserbaidschans völkerrechtswidrige Militärangriffe auf das Nachbarland Armenien – zuletzt Mitte September 2022 – verleihen dem Buch eine besondere Aktualität und veranschaulichen die anhaltende Gefährdung der Armenier in dieser Region.

Programm

09:30-10:00
Dr. Roy Knocke (Potsdam): Begrüßung
Dr. Tessa Hofmann (Berlin): Meinungsfreiheit oder Schutz vor Genozidleugnung: Erfahrungen aus der menschenrechtlichen Praxis

10:00-11:30
Dr. Melanie Altanian (Dublin): Leugnung, Verkennung und epistemische Unterdrückung

11:30-12:00
Kaffeepause

12:00-13:30
Prof. Dr. Angela Moré (Hannover): Die Leugnung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit – Motive, Mechanismen und Folgen

13:30-14:30
Mittagspause

14:30-16:00
Dr. Gurgen Petrossian (Erlangen): Genozidleugnung aus völkerrechtlicher Perspektive

16:00-16:30
Kaffeepause

16:30-17:30:
Nihat Kentel (Berlin): Überwindung der Leugnung im internationalen und nationalen Kontext

Veranstaltungsort: Lepsiushaus Potsdam, Große Weinmeisterstr. 45, 14469 Potsdam
Anmeldungen bitte bis zum 31. Oktober 2022 an:

LEPSIUSHAUS Plakat – Programm  ( 67 kb)

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