MITGEFÜHL UND SOLIDARITÄT MIT DEN ARMENIERN DURCH DAS IRANISCHE KOMITEE 24. APRIL

In jedem Jahr erwacht am 24. April die traurige Erinnerung an den qualvollen, durch die osmanischen Türken herbeigeführten Tod von Millionen Armeniern. Es handelt sich um ein Ereignis, das während des Ersten Weltkrieges aufgrund des Schweigens der politischen Führer des Westens brutal, erbarmungslos, auf tragische Weise stattfand.

Ein Verbrechen, das nach der Niederlage der Osmanen nach Kriegsende aus politischem Kalkül und wegen der Eigeninteressen der Siegermächte nicht öffentlich verurteilt wurde. Darüber hinaus verhinderte die Unterstützung des Westens für die „Republik Türkei“, die auf den Ruinen des Osmanischen Reiches entstanden war und bis heute in aller Dreistigkeit den Mord an den Armeniern und ihre Vernichtung leugnet, dass die eigentlichen Verbrecher bestraft wurden. Aus diesen Gründen blieb der erste Genozid des 20. Jahrhunderts der Weltöffentlichkeit weitgehend unbekannt.

Doch dank der Anstrengungen der Völkermordüberlebenden und ihrer Nachkommen, von Wissenschaftlern und Menschenrechtlern im Westen wurde der Völkermord an den Armeniern zunehmend bekannt, und bis heute wurden große Schritte erzielt, um auf internationaler Ebene dieses Verbrechen zu verurteilen.

Obwohl dieser Völkermord in der Nachbarschaft des Iran geschah, haben wir Iraner im Allgemeinen davon keine Ahnung oder nur geringes Wissen. Andererseits liegen Teile des historischen Armenien im Iran. Iraner und Armenier pflegen freundliche Beziehungen miteinander.

Leider sind wir in letzter Zeit und aufgrund ausländischer Hetze sowie der Unwissenheit der Bevölkerung Zeuge von antiarmenischen Feindseligkeiten durch Teile der so genannten „identitätssuchenden Aserbaidschaner“.

Ist jede rassistische Feindseligkeit in jeder Gesellschaft an sich schon peinlich und gefährlich genug, so muss die Feindseligkeit gegenüber Nachkommen von Überlebenden, die ein großes Verbrechen erdulden mussten, als besonders ernste Gefahr betrachtet werden, insbesondere, da der Konflikt im Kaukasus noch nicht beigelegt wurde.

Das Iranische Komitee 24. April sieht es als seine Aufgabe, den Genozid an den Armeniern bekannt zu machen und die rassistische Politik der heutigen politischen Führung der Türkei zu entlarven. In Abwesenheit demokratischer Verhältnisse im Iran rufen wir alle iranischen politischen Parteien und gesellschaftlichen Organisationen auf, den Völkermord an den Armeniern bekannt zu machen und ihn zu verurteilen. Unser Vorhaben verwirklichen wir unter anderem mit der Webseite „Iranisches Komitee 24. April“ (www.ir24april.com), wo wir den Informationsbedarf in erster Linie in persischer Sprache decken.

Zweitens erstreben wir mit der Verurteilung des Genozids durch die türkischen Osmanen, die Konfliktlösung im Kaukasus positiv zu beeinflussen. Wir hoffen, mit unserem Mitgefühl und unserer Solidarität mit der armenischen Gesellschaft und insbesondere mit der zweiten und dritten Generation der Überlebenden des Genozids einen Beitrag zu leisten zu können, wenn auch mit kleinen Schritten.

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